Gestalter und ihre Werke: Friederich Wertmann

Bild von Margot Klütsch – Doppelloop, 2007, Remanit/Edelstahl, Kreisverkehr Niederrheinstraße/An St. Swidbert


14. November 2017 – Vorwort:

Werthmanns große „Doppelschleife“ im Kreisverkehr setzt einen eindrucksvollen Akzent am (südlichen) Ortsein- bzw. Ausgang von Kaiserswerth. Zwei parallele und in Schlaufen endende Bögen beschreiben eine annähernd kreisförmige Bewegung. Je nach Perspektive ergeben sich überraschende und, wie es scheint, unendlich viele formale Konstellationen.              Bild und Text von Margot Klütsch            (WG)

 


Kulturforum Witten

STAHL. POESIE. DYNAMIK.
FRIEDERICH WERTHMANN ZUM 90. GEBURTSTAG

Ausstellung im KULTURFORUMWITTEN  vom 16. September 2017 bis 14. Januar 2018

Anlässlich des 90. Geburtstages von Friederich Werthmann im Oktober 2017 zeigt das Märkische Museum Witten in seinen Sammlungsräumen eine Einzelpräsentation des Bildhauers, die seine mit Dynamit geformten Edelstahl-Skulpturen und Zeichnungen in Bezug zu Arbeiten von wichtigen Weggefährten und Freunden aus der Sammlung des Museums setzt. …
Die aktuelle Ausstellung zeigt ausgewählte Skulpturen der Jahre 1973 bis 1990. Ergänzt werden die plastischen Arbeiten durch Tuschezeichnungen aus den Jahren 2011 bis 2016. Im Zentrum der Präsentation stehen Beispiele aus der Werkgruppe der mit Dynamit geformten Edelstahl-Skulpturen, darunter der 22-teilige „Kreuzweg“ (1982) und „Steelhenge“ (1975), die aus zwei bis drei Meter hohen Stelen bestehen.

Zum Konzept der Ausstellung gehören auch Werke von Zeitgenossen und Künstlerkollegen von Friederich Werthmann. … geprägt von gegenseitiger Achtung und Wertschätzung. Die gezeigten Arbeiten von Gerhard Hoehme, Peter Brüning, Karl Otto Götz, Winfred Gaul und Otto Piene zeugen neben der persönlichen gleichwohl von einer künstlerischen Nähe. Weiterhin ist eine aktuelle Stahlskulptur des 1963 geborenen Ulrich Hassenpflug zu sehen, auf dessen Arbeit Friederich Werthmann einen großen Einfluss hatte.

mehr … : Ruhrkunstmuseen-stahl-poesie-dynamik-friederich-werthmann


Hartmut Witte , am 13.08.2015 veröffentlicht
In den letzten Monaten wurde eine umfassende Filmbiografie des Bildhauers Friederich Werthmann (* 1927) gedreht. Dieser 5-Minuten-Trailer gibt einen kurzen Einblick.


… zum Thema aus Wikipedia, Stand: 7. September 2017 um 07:30 Uhr, gekürzt:

Friederich Werthmann (* 16. Oktober 1927 in Barmen) ist ein deutscher Bildhauer und Plastiker der informellen Abstraktion. Er lebt und arbeitet in DüsseldorfKaiserswerth.

Inhaltsverzeichnis

DÜSSELDORF-Kaiserswerth

Altes Landgericht wird Stiftung

Werthmanns historisches Gebäudes soll öffentlich zugänglich werden.

Werthmanns historisches Gebäudes soll öffentlich zugänglich werden.

Friederich Werthmann mit „Doppelloop“ im Kreisel an der Niederrheinstraße. Am 16. Oktober wird der Bildhauer 90 Jahre alt.
Foto: (courtesy) Rolf Purpar

Friederich Werthmann gehört zu den wichtigsten abstrakten Bildhauern der deutschen Kunst nach 1945. Seit 1957 benutzt er Stahl, den er zu Quadern, Säulen, Stelen, Röhren oder Platten verarbeitet, um die Formen anschließend mit Dynamit aufzureißen. Ihm gelang es zugleich, den Zufall gezielt einzusetzen. Schließlich baute er leichtgängige Radlager ein, so dass die Skulpturen frei schwingen und mit dem Wind spielen können. Am 16. Oktober wird er 90 Jahre alt, erhält eine große Ausstellung im Märkischen Museum Witten und macht seine Stiftung bekannt.

1959 hatte er in Baden-Baden den „Kunstpreis der Jugend“ erhalten, der mit 10 000 Mark für damalige Verhältnisse hoch dotiert war. Davon zahlte er die historische Hofanlage an der Alten Landstraße 223-225 an. Es handelt sich um einen Komplex von 1709, der heute unter Denkmalschutz steht. Das Gebäude diente anfänglich als Landgericht Kreuzberg, das nicht nur für Kaiserswerth, sondern bis nach Siegburg und Mülheim zuständig war.

Der historische Komplex in Kaiserswerth wird untersucht

Werthmanns historisches Gebäudes soll öffentlich zugänglich werden.

Foto: Denkmalamt

Das alte Landgericht an der Alten Landstraße wird Stiftung.

Als die Stadt Düsseldorf ihr eigenes Landgericht in der Altstadt baute, wurde der Komplex in Kaiserswerth privatisiert. Bauern und Gärtner zogen ein. Als Werthmann die Gebäude übernahm, war er mit zwölf Parteien, vier davon als Besitzern, konfrontiert. Über eine Zwangsversteigerung erstand er den Gesamtkomplex, zog 1962 ein und richtete seine Wohnung und die Atelierräume ein. Damit das historische Gebäude auch in Zukunft gesichert ist, entstand 2006 die Werthmann-Heyne-Stiftung unter dem Dach der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Die Stiftung soll das Werk von Werthmann und seiner Ehefrau Maren Heyne, einer bekannten Fotografin, in Erinnerung behalten, aber zugleich nach dem Tode der Stifter das Haus vor dem Verfall bewahren. In den nächsten Jahren wird der historische Bestand der Anlage in enger Abstimmung mit der Denkmalbehörde untersucht und dokumentiert, um eine denkmalgerechte Nutzung zu entwickeln. Ziel ist es, den Komplex öffentlich zugänglich zu machen, als lebendigen Ort der Kunst und Kultur.

Bis 14. Januar 2018 zeigt das Märkische Museum Witten Werke von Friederich Werthmann, Husermannstraße 12

maerkisches.museu@stadt-witten.de


Am Samstag, 18. November 2017, veranstaltet der Heimat- und Bürgerverein Kaiserswerth e. V. einen Besuch der Ausstellung  Stahl. Poesie. Dynamik – Friederich Werthmann in Witten/Ruhr.

Den Mittelpunkt der Schausammlung im HBV-Museum bildet ein 6 mal 4 Meter großes, von dem Kaiserswerther Maler, Bildhauer und Keramiker Hannes Esser in zweijähriger Arbeit geschaffenes Stadtmodell aus Keramik.

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Autor: Wolfgang Gärtner (WG) – Stand: 11.2017